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Niemand hat die deutsche Nachkriegsgesellschaft so beeindruckend fotografiert wie der 1928 in Schlesien geborene Stefan Moses. Nach seiner Ausbildung zum Lichtbildner Mitte der 40er-Jahre arbeitete er zunáchst als Theaterfotograf am Deutschen Nationaltheater in Weimar. 1950 ließ er sich in München nieder und schrieb ab diesem Zeitpunkt mit seinen dokumentarischen wie künstlerischen Arbeiten Fotogeschichte. Das opulent bebilderte Katalogbuch prásentiert die Lebensstationen und das fotografische Œuvres Stefan Moses' anhand von mehreren Aufsátzen und rund 220, in elf Werkgruppen zusammengestellten Schwarz-Weiß-Fotografien. Moses, der in den 60er-Jahren als Bildjournalist für die Magazine Stern und Spiegel und spáter als freier Fotograf arbeitet, konzentriert sich in seinem Schaffen vor allem auf Portráts von Künstlern, Intellektuellen und Politikern. Seine umfassenden Bildessays wie Große Zeitzeugen im Wald, ein Projekt, bei dem er Geistesmenschen aus Politik, Kultur und Wissenschaft vor der bedeutungsvollen Kulisse deutschen Waldes ablichtete, oder die konzeptuelle Bildserie Selbstportráts im Spiegel, bei der sich deutsche Denker und Philosophen unter seiner Anleitung fotografisch selbst portrátierten, zeigen unter anderem den Politiker Willi Brandt, den Physiker Carl Friedrich von Weizácker, den Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno oder den Komponisten Carl Orff. Moses interessiert sich aber nicht nur für die Prominenz, sondern widmet sich in seinen Fotoreihen Deutsche und Ostdeutsche Portráts auch unbekannten Zeitgenossen der 60er-Jahre bis in die Gegenwart sowie Berufsgruppen aus Ost- und Westdeutschland. Die Monografie beschreibt Leben und Werk von Stefan Moses ebenso vielseitig wie detailreich. Die hervorragend reproduzierten Schwarz-Weiß-Fotografien werden durch Texte, unter anderem von Ilse Aichinger, Hubertus von Amelunxen oder Christoph Stölzl, eingeführt und begleitet. Ein Interview mit dem Fotografen ermöglicht zudem einen persönlichen Einblick in die Entwicklung seines künstlerischen Lebenswerks. So bezaubernd wie er 1965 im Rahmen seiner Fotoserie Sequenz die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann fotografierte, so bemerkenswert ist diese Darstellung seines künstlerischen und dokumentarischen Schaffens gelungen. --Stefan Meyer"
Wednesday, October 17, 2018
[PDF] Download Die Monographie: Fotografien 1947 bis heute Kostenlos
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Niemand hat die deutsche Nachkriegsgesellschaft so beeindruckend fotografiert wie der 1928 in Schlesien geborene Stefan Moses. Nach seiner Ausbildung zum Lichtbildner Mitte der 40er-Jahre arbeitete er zunáchst als Theaterfotograf am Deutschen Nationaltheater in Weimar. 1950 ließ er sich in München nieder und schrieb ab diesem Zeitpunkt mit seinen dokumentarischen wie künstlerischen Arbeiten Fotogeschichte. Das opulent bebilderte Katalogbuch prásentiert die Lebensstationen und das fotografische Œuvres Stefan Moses' anhand von mehreren Aufsátzen und rund 220, in elf Werkgruppen zusammengestellten Schwarz-Weiß-Fotografien. Moses, der in den 60er-Jahren als Bildjournalist für die Magazine Stern und Spiegel und spáter als freier Fotograf arbeitet, konzentriert sich in seinem Schaffen vor allem auf Portráts von Künstlern, Intellektuellen und Politikern. Seine umfassenden Bildessays wie Große Zeitzeugen im Wald, ein Projekt, bei dem er Geistesmenschen aus Politik, Kultur und Wissenschaft vor der bedeutungsvollen Kulisse deutschen Waldes ablichtete, oder die konzeptuelle Bildserie Selbstportráts im Spiegel, bei der sich deutsche Denker und Philosophen unter seiner Anleitung fotografisch selbst portrátierten, zeigen unter anderem den Politiker Willi Brandt, den Physiker Carl Friedrich von Weizácker, den Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno oder den Komponisten Carl Orff. Moses interessiert sich aber nicht nur für die Prominenz, sondern widmet sich in seinen Fotoreihen Deutsche und Ostdeutsche Portráts auch unbekannten Zeitgenossen der 60er-Jahre bis in die Gegenwart sowie Berufsgruppen aus Ost- und Westdeutschland. Die Monografie beschreibt Leben und Werk von Stefan Moses ebenso vielseitig wie detailreich. Die hervorragend reproduzierten Schwarz-Weiß-Fotografien werden durch Texte, unter anderem von Ilse Aichinger, Hubertus von Amelunxen oder Christoph Stölzl, eingeführt und begleitet. Ein Interview mit dem Fotografen ermöglicht zudem einen persönlichen Einblick in die Entwicklung seines künstlerischen Lebenswerks. So bezaubernd wie er 1965 im Rahmen seiner Fotoserie Sequenz die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann fotografierte, so bemerkenswert ist diese Darstellung seines künstlerischen und dokumentarischen Schaffens gelungen. --Stefan Meyer"
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Niemand hat die deutsche Nachkriegsgesellschaft so beeindruckend fotografiert wie der 1928 in Schlesien geborene Stefan Moses. Nach seiner Ausbildung zum Lichtbildner Mitte der 40er-Jahre arbeitete er zunáchst als Theaterfotograf am Deutschen Nationaltheater in Weimar. 1950 ließ er sich in München nieder und schrieb ab diesem Zeitpunkt mit seinen dokumentarischen wie künstlerischen Arbeiten Fotogeschichte. Das opulent bebilderte Katalogbuch prásentiert die Lebensstationen und das fotografische Œuvres Stefan Moses' anhand von mehreren Aufsátzen und rund 220, in elf Werkgruppen zusammengestellten Schwarz-Weiß-Fotografien. Moses, der in den 60er-Jahren als Bildjournalist für die Magazine Stern und Spiegel und spáter als freier Fotograf arbeitet, konzentriert sich in seinem Schaffen vor allem auf Portráts von Künstlern, Intellektuellen und Politikern. Seine umfassenden Bildessays wie Große Zeitzeugen im Wald, ein Projekt, bei dem er Geistesmenschen aus Politik, Kultur und Wissenschaft vor der bedeutungsvollen Kulisse deutschen Waldes ablichtete, oder die konzeptuelle Bildserie Selbstportráts im Spiegel, bei der sich deutsche Denker und Philosophen unter seiner Anleitung fotografisch selbst portrátierten, zeigen unter anderem den Politiker Willi Brandt, den Physiker Carl Friedrich von Weizácker, den Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno oder den Komponisten Carl Orff. Moses interessiert sich aber nicht nur für die Prominenz, sondern widmet sich in seinen Fotoreihen Deutsche und Ostdeutsche Portráts auch unbekannten Zeitgenossen der 60er-Jahre bis in die Gegenwart sowie Berufsgruppen aus Ost- und Westdeutschland. Die Monografie beschreibt Leben und Werk von Stefan Moses ebenso vielseitig wie detailreich. Die hervorragend reproduzierten Schwarz-Weiß-Fotografien werden durch Texte, unter anderem von Ilse Aichinger, Hubertus von Amelunxen oder Christoph Stölzl, eingeführt und begleitet. Ein Interview mit dem Fotografen ermöglicht zudem einen persönlichen Einblick in die Entwicklung seines künstlerischen Lebenswerks. So bezaubernd wie er 1965 im Rahmen seiner Fotoserie Sequenz die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann fotografierte, so bemerkenswert ist diese Darstellung seines künstlerischen und dokumentarischen Schaffens gelungen. --Stefan Meyer"
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